Vermögen aufbauen mit einem ETF-Aktiensparplan: Einfach Mal Anfangen.

Das ist ein Update zu meinem Blogbeitrag 3 Faktoren für den Börseneinstieg mit ETFs.

Schon ab 25,– Euro / Monat kannst du über einen Aktiensparplan in einen ETF investieren. Über die Zeit erreichst du damit eine attraktive Wertentwicklung deines eingesetzten Kapitals.

Unter attraktiver Wertentwicklung verstehe ich zwischen 6-8 % Wertzuwachs im Jahr. Mit „über die Zeit“ meine ich mindestens 5 Jahre, in denen du deinen Aktiensparplan auch durchhältst. Besser 10 Jahre. Zwischendurch schlapp machen gilt nicht!

Wie findest du den Richtigen – ETF?

Das ist eine gute Frage. Und die Antwort lautet: das hängt davon ab, was du willst. Was du als erstes auf jeden Fall tun musst: Du legst eine monatliche Investitionsrate fest, z.B. 50 Euro.

Dann entscheidest du dich für einen ETF…

Und hier beginnt die erste Herausforderung, denn du hast die Auswahl zwischen mehr als 1.000 verschiedenen ETFs. Sofort stellt sich da die Frage: Welcher ETF ist der Richtige für dich?

Das weiß ich natürlich auch nicht, aber ich kann dir ein paar Kriterien an die Hand geben, die ich bei der Auswahl eines ETFs für mich definiert habe.

3 Faktoren sind für mich wichtig, wenn ich in einen ETF investiere:

  1. physische Replikation
  2. Fondsgröße über 500 Mio Euro
  3. günstige Gesamtkostenquote

ETF Basics

Vorab ein Paar allgemeine Infos zu ETFs. Ein börsennotierter Indexfonds ist ein Fonds, der einen Index oder Korb abbildet. Zum Beispiel den Deutschen Aktienindex, DAX.

Der DAX umfaßt die 30 nach Börsenwert größten Unternehmen in Deutschland. Wenn ich einen ETF auf den DAX kaufe, erwerbe ich auf einen Schlag Anteile an allen im DAX enthaltenen Unternehmen.

Zu 1. physisch

Was steckt dahinter? Wie bildet ein Indexfonds einen Wertpapierindex nach?

Da sind wir beim Thema Replikationsmethode. Ein ETF bildet einen Referenzindex ab („repliziert“ diesen), z.B. den DAX. Wie oben schon gesagt, enthält ein ETF auf den DAX alle Aktien in dem Verhältnis, wie sie auch der DAX enthält. Diese Nachbildungsmethode heißt „full replication“ oder „physische Replikation“.  Bei 30 Werten in einem Index ist das einfach und überschaubar.

Komplexer wird die Situation, wenn ein Index wie z.B. der MSCI World nachgebildet werden soll. Dieser beinhaltet 1.644 Aktien aus 23 Ländern (Stand: Juni 2018). Quelle wikipedia.org. Die Vereinigten Staaten sind übrigens mit ca 60 % das Land mit dem höchsten Anteil darin.

Nicht alle der im World ETF enthaltenen Aktien sind liquide, d.h. leicht zu kaufen und zu verkaufen. Das liegt daran, dass es sich bei einigen Werten z.B. um sehr kleine Unternehmen handelt. Diese werden unter Umständen nicht täglich an der Börse gehandelt.

Hier gibt es zwei Möglichkeiten der Replizierung: die Sampling und die Swap-Methode.

Sampling-Methode: der Fonds kauft nur eine repräsentative Stichprobe aus der Grundgesamtheit der Wertpapiere des Index. Es sind also nicht alle Werte in dem Fonds enthalten.

Full-Replication und Sampling werden gemeinsam unter dem Begriff „physische Replikation“ zusammengefaßt.

Bei der Swap-Methode befinden sich nicht die Titel aus dem Index darin, sondern andere Wertpapiere. Der Swap, das Tausch-Geschäft, stellt sicher, dass der ETF sich genau so entwickelt wie der Index.

Für diesen Beitrag konzentriere ich mich auf die Replizierungsmethode „physisch“.

Zu 2. Fondsgröße über 500 Millionen Euro

Eine halbe Milliarde Euro sollte in so einem ETF schon drin sein. Das ist meine Meinung. Besonders, wenn du mit einem Welt-ETF starten willst. Die Fondsgröße zeigt, dass hier viele Anleger-Gelder drin sind. Häufig sind „große“ Fonds auch schon länger am Markt und haben sich offensichtlich bewährt.

Du kannst davon ausgehen, dass es den ETF auch noch lange geben wird. Das ist wichtig für dich; der ETF ist ein Teil deiner Altersvorsorge. Da soll der schon noch 10, 20 Jahre lang am Markt sein.

Zu 3. Günstige Gesamtkostenquote

Bei ETFs fallen auch Gebühren an. Die Gesamtkostenquote, englisch Total Expense Ratio, abgekürzt TER gehört auf jeden Fall dazu. Bei einem Welt-ETF sollte die TER aus meiner Sicht bei 0,20 oder 0,30 Prozent im Jahr liegen. Mehr will ich dafür nicht bezahlen.

Zu den ETF-Kosten schreib ich auch noch einen extra Beitrag. Neben der TER zahlst du bei deiner Bank in der Regel bei jeder Transaktion Gebühren. Darauf gehe ich im Detail heute nicht ein.

Beispiel für einen Welt-ETF: Xtrackers MSCI World Index

Nochmal: Das ist ein Beispiel, keine Kaufempfehlung.

Alle Infos zu diesem ETF stammen von der Webseite justetf.com. Die Wertpapierkennnummer des ETF lautet: A1XB5U.

Die Replikationsmethode ist physisch (optimiertes Sampling). D.h. fast alle gut 1.600 Unternehmen sind auch in diesem ETF drin. Es handelt sich um einen großen ETF mit mehr als 3,6 Milliarden Euro Anlegergeldern. Die Gesamtkostenquote oder TER beträgt 0,19 Prozent per annum.

Und zu guter Letzt: den ETF gibt es seit Juli 2014, also seit 5 Jahren.

Das passt zu meinen 3 Faktoren für einen Börseneinstieg mit ETF.

Schau dir am besten den ETF selbst mal an auf der Webseite justetf.com.

Woher krieg ich eigentlich so meine Infos? Da kommen wir zum Thema „aufwendig“. Ich recherchiere eh jeden Tag zum Thema Aktien & Co, lese Artikel auf Finanzplattformen und Börsenmagazinen. Dort suche ich gezielt auch nach ETFs, die meine Kriterien aufweisen und sammle diese dann in einer Excel-Tabelle.

Wenn du jetzt mit ETFs endlich durchstarten willst, dann schau dir meinen Online-Selbstlernkurs Börseneinstieg mit ETFs an. Für günstige 29 Euro brutto bekommst du eine Präsentation und drei Videos für deinen Einstieg an die Börse mit ETFs.

Nach dem Kurs hast du einen guten Überblick zum Thema ETFs. Und du kannst sofort damit starten, in deinen ersten ETF zu investieren!

Herzliche Grüße und viel Erfolg beim Investieren! Börse rockt!

Sabine