Urlaub auf Balkonien oder 2 Wochen relaxen in der Finca mit Pool? Wenn du dein Geld auf dem Sparbuch angelegt hast, reicht es für die Finca in der Sonne auf keinen Fall! Das ist mal klar. Zinsen werden ja schon länger keine mehr gezahlt, zumindest keine, die einen nennenswerten Ertrag bieten. Das hat sich mittlerweile ja schon herumgesprochen. Und jetzt kommt noch ein Geldvernichtungs-Verstärker hinzu, den man bisher nicht so auf dem Schirm hatte: eine steigende Inflation.

Inflation – was ist das eigentlich nochmal?

Hier mal die Definition aus Wikipedia: „Inflation (von lat. inflatio, „Schwellung“, „Anschwellen“) bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre eine allgemeine und anhaltende Erhöhung des Preisniveaus von Gütern und Dienstleistungen (Teuerung), gleichbedeutend mit einer Minderung der Kaufkraft des Geldes.“

Mit anderen Worten: langsam und stetig wird alles teurer. Hat die Kugel Eis „früher“ mal 1 Euro gekostet, so zahlst du heute in den angesagten Eisdielen auch schon mal 1,80 Euro pro Bällchen. Das ist eine Preissteigerung von 80 %!

Alles wird teurer. Okay, denkst du dir jetzt vielleicht. Ich krieg ja auch immer mal wieder – hoffentlich – eine Gehaltserhöhung. Und solange die Preise langsam steigen, geht’s ja noch. Und überhaupt, haben wir nicht seit längerem eine ganz niedrige Inflation? Wo ist denn jetzt das Problem?

Die Inflation steigt wieder

Das stimmt, wir hatten längere Zeit eine sehr niedrige Inflation oder Teuerungsrate. D.h. die Preise sind sehr langsam gestiegen, zumindest für bestimmte Güter. Bei Lebensmitteln hatte ich z.B. den Eindruck, dass wir zumindest in Deutschland eher niedrige Preise gesehen haben. Zumindest für Saison-Produkte. Also eher nicht für Erdbeeren zu Weihnachten oder so…

In 2017 hat sich die Lage allerdings geändert. Das Statistische Bundesamt hat bekannt gegeben, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen im vergangenen Jahr so stark gestiegen sind wie seit 5 Jahren nicht mehr. Die Inflationsrate lag 2017 im Durchschnitt bei 1,8 %.

Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex, lagen in Deutschland in 2017 sogar um 3 % höher als im Vorjahr. Ich verlinke hier mal auf die Quelle, falls du das kaum glauben magst!

Übrigens, das Statistische Bundesamt, auch Destatis genannt, hat „den Auftrag, statistische Informationen bereitzustellen und zu verbreiten.“ Ja, wie der Name schon sagt… Die Statistiken stehen allen zur Verfügung.

So, jetzt aber noch kurz eine Erklärung zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex, HVPI abgekürzt. Ein echter Zungenbrecher, aber wenn du es dir ein paar Mal laut vorsagst, dann geht’s… Der HVPI ist, salopp gesagt, ein Produkt der Europäischen Union (EU). Er dient der Europäischen Zentralbank als Indikator zur Beurteilung der Preisstabilität innerhalb der EU. Die Berechnung erfolgt nach gemeinsamen europäischen Richtlinien. Die kannst du genau unter dem Link nachlesen.

1,8 % durchschnittliche Inflation und 3 % auf Nahrungsmittel. Na ja, so viel ist das ja auch wieder nicht, denkst du jetzt vielleicht. Das mag sein. Gleichzeitig aber haben wir auch seit einigen Jahren sehr niedrige Zinsen. Gerade heute, ich schreibe diesen Blogbeitrag am 25. Januar 2018, hat die Europäische Zentralbank wieder verkündet, dass sie den Leitzins bei Null % lässt. Girokonten werden ja schon lange nicht mehr verzinst. Und auch bei Tages- und Festgeld ist die Zinsausbeute sehr mager. Eine Null steht meistens vor dem Komma beim Tagesgeld.

Was heißt das jetzt für deine Ersparnisse? Unter Ersparnissen verstehe ich alles Geld, welches auf Girokonten, Tages- und Festgeldkonten angelegt ist. Und da liegt bei den Deutschen eine ganze Menge …

Wie die Inflation langsam aber sicher deine Ersparnisse vernichtet

Ein Beispiel gefällig? Sehr gern. Sagen wir mal, du hast 10.000 Euro auf deinem Sparbuch liegen. Bu bekommst keine Zinsen und denkst dir, na ja, wird wenigstens nicht weniger. Von wegen! Nach 1 Jahr rumliegen bei Null % Zinsen ist dein Geld bei einer Inflationsrate von 1,8 % nur noch 9.820 Euro wert, eben 1,8 % weniger. Oder in absoluten Zahlen ausgedrückt: du hast einen Kaufkraftverlust erlitten von 180 Euro.

Nach 10 Jahren bei einer angenommenen Inflation von 1,8 % sieht die Sache noch schlechter für dich aus. Deine 10.000 Euro sind nur noch 8.360 Euro wert. 1.640 Euro weniger! Die 3 Prozent rechnen wir jetzt nicht, damit deine Laune nicht noch schlechter wird…

So oder so, dein hart verdientes Geld wird nicht mehr. Es arbeitet nicht FÜR, es arbeitet GAR nicht für dich. Das hattest du dir anders vorgestellt, nehme ich mal an.

Was du tun kannst, damit dein Geld für dich arbeitet

Wahrscheinlich hast du dir schon gedacht, dass das jetzt kommt. Klar, war nicht anders zu erwarten. Jetzt kommt Sabine mit ihrem Mantra: Investiere in solide, zukunftsträchtige Unternehmen, die eine stabile Dividende zahlen. Werde endlich Aktionärin, Aktionär! Mach’s endlich!!!

Ja, genau! Das Thema kommt jetzt, gut geraten. Aber nur kurz, denn du weißt ja schon Bescheid. Du hast deine 10.000 Euro in zwei, drei börsennotierte Unternehmen investiert. Im Schnitt erzielst du hier zwischen 6 und 9 % Rendite im Jahr. Durch Kurssteigerungen über die Zeit. Rendite bedeutet Ertrag, Kursgewinn, Allerdings hast du den Gewinn erstmal nur in deinem Depot. Du realisierst den Gewinn ja erst, wenn du eine Position in deinem Aktiendepot verkaufst.

Du erhältst auch noch eine Gewinnausschüttung einmal im Jahr in Form der Dividende. Soz. als Belohnung dafür, dass du einen Teil deines Eigenkapitals „deinem“ Unternehmen zur Verfügung gestellt hast.

Damit kann dir die Inflation nicht so viel anhaben. Dein Geld arbeitet ordentlich für dich. Es wird nämlich mehr. Und darum geht’s am Ende des Tages. Du verdienst Geld mit Aktien. Eigentlich eine coole Sache, oder wie siehst du das?

Schreib gern einen Kommentar. Deine Meinung ist wichtig!

Vielen Dank, herzliche Grüße und #boerserockt

Sabine