Zuletzt aktualisiert am 25. November 2022 by Sabine Röltgen

Das schlimme R-Wort macht die Runde.

Wir schlittern in eine Rezession.

Da sind wir doch schon drin, oder?

In den kommenden Monaten geht praktisch die Welt unter. Die Arbeitslosigkeit wird dramatisch steigen. Die Energiekosten auch. Wir enden in Elend und Unglück.

😮

Nein. Das passiert nicht!

Was ist eine Rezession?

Das ist einfach erklärt.

Der Begriff (lateinisch recessio) bedeutet Rückgang.

Wir sprechen von einer Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung nicht wächst, sondern stagniert oder sogar rückläufig ist. Und das in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen.

Damit rechnen viele Fachleute in diesem Winterhalbjahr.

Am Wochenende habe ich in einem Artikel dazu in der NZZ gelesen, dass es in der Schweiz, einem Hort der wirtschaftlichen Stabilität, allein von 1948 bis 2021 sieben Rezessionen gab. In der Schweiz.

Nagen die Schweizer am Hungertuch? Haben die Schweizer in Scharen ihr Land verlassen, um im benachbarten Ausland Lohn und Brot zu bekommen? Ist das Land wirtschaftlich gesehen am Ende?

Nein.​​

Die NZZ schreibt zur wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz von 1948 bis 2021 folgendes: Der Wert der im Land produzierten Güter und Dienstleistungen stieg von 125 Mrd Franken auf ca 731 Mrd Franken.

Die Zahlen sind inflationsbereinigt, die Geldentwertung in diesem Zeitraum wurde berücksichtigt.

Noch Fragen?

Ein Wirtschaftseinbruch hat negative Folgen, das ist klar. Menschen werden ihre Jobs verlieren in dem einen oder anderen Bereich. Firmen werden schließen.

Auch für Schul- und Universitätsabgänger wird es schwieriger, Arbeit zu finden. In Zeiten von Hochphasen werden Arbeitskräfte händeringend gesucht. In einer Rezession ist das nicht der Fall.

Aktuell ist der Job-Markt sehr gut. Zumindest in gewissen Bereichen. Servicekräfte, medizinisches Fachpersonal, IT-Experten gibt es zu wenig.


Das kann sich in einer Rezession ändern.

Es entsteht aber auch Neues. Veraltete Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr. Dafür haben Innovationen mehr Chancen.

Das fehlen von Fachkräften kann an der einen oder anderen Stelle für Produktionszuwächse durch Automatisierung langweiliger Prozesse führen.

Firmen bewegen sich schneller, wenn sie müssen.

Menschen übrigens auch…

Worauf kommt es letztendlich an?

Auf das langfristige Wirtschaftswachstum.

Das Beispiel der Schweiz zeigt es deutlich: Über die Zeit weist die Alpenrepublik ein positives Wirtschaftswachstum auf.

Krisen bzw. Rezessionen gibt es immer. Und dann geht es wieder voran.

Das siehst du auch so?

Dann lass dich von den Schwankungen am Aktienmarkt nicht beirren und halte Ausschau nach beständigen Dividendenzahlern für dein Depot.

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Herzliche Grüße und denk immer dran: #boerserockt
Sabine